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Maxi Pongratz Live / Entfällt wegen Landunter wird am 20.9.24 nachgeholt

am Do, 6. Juni 2024 um 19:00 Uhr

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Maxi Pongratz Akkordeon, Gitarre, Klavier, Gesang. Begleitet wird er mal mehr, mal weniger von Theresa Loibl Bassklarinette, Tuba. Simon Ackermann Kontrabass.  Maria Hafner Geige. Maria Moling Gesang, Percussion. Markus Rom E-Gitarre, Banjo. Evi Keglmaier Bratsche. Nico Sierig Orgel. Philip Bradatsch Gitarre. Ferdinand Kraemer Mandoline.

 „Wunderbare, lebenskluge Valentinaden sind das, getragen von Gitarre, Geige und Akkordeon, die in drei Nummern alleine glänzen dürfen. Fürchten muss man „Meine Ängste“ also nicht. Vielmehr ist es ein Album zum ins Herz schließen.“ Jürgen Moises. MUH.

Aufgestanden wird nicht, wenn der Wecker klingelt – sondern dann, wenn der Traum ein Happy End hat. Maxi Pongratz wird auf seinem zweiten Soloalbum zum Regisseur seiner Träume und Dompteur seiner Ängste. „Meine Ängste“ ist eine Liebeserklärung an die ureigenen (engsten) Ängste. Es ist aber auch eine Auseinandersetzung mit der selten ordentlichen, häufiger chaotischen Frage danach, wer man eigentlich ist – oder zumindest sein will. Jeder Mensch kommt ja irgendwo her. Wie ist das aber, wenn das Herkommen ein Dorf am Fuß des Kofels ist, eingepfercht zwischen (Theater-)Leiden(-schaft), Schuhplatteln und Touristenbussen?

Dieses Herkommen und irgendwo Hingehen hält Maxi Pongratz fest in seinen Texten. Ob es um sein intensives Träumen geht, oder um das Leben allgemein, im „Lebenserwartungsblues“ finden wir uns alle wieder, und staunen über das scheinbar Simple im doch ziemlich Komplizierten. Diese Blicke die Maxi Pongratz immer wieder aufs Leben und die scheinbare Unmöglichkeit des abgeklärten Durchblicks auf dasselbe wirft, das ist seine große Stärke, die er bei sich manchmal als Schwäche beschreibt. Aber da können wir ihn ein ums andere Mal beruhigen, die Fragen, die er aufwirft, können auch wir selten beantworten, doch wie schön, dass da einer ist, der sie wenigstens stellt.

Maxi Pongratz, Akkordeonspieler, Texter, Liedschreiber ist ein Pendler zwischen Groß- und Kleinstadt, zwischen dem großen Ganzen und dem oft übersehenen, wunderlichen Kleinen. Er hat Apfelstrudel im Hofbräuhaus gebacken, die Kandahar-Ski-Abfahrt für den Weltcup präpariert und war später ein Bruder Jesu bei den Passionsspielen 2010 in Oberammergau. Einen Abschluss für klassisches Akkordeon hat er dann nicht mehr gebraucht, Maxi Pongratz’ Weg war die Musik. Und die brachte ihn und seine Kofelgschroas durch Süd-, Ost- und Mitteleuropa, in die Türkei, nach Südamerika und in den Süden Amerikas. Mit Kofelgschroa veröffentlichte er drei Alben und die Coming-of-Age-Story „frei.sein.wollen“ wurde ein kleiner Kino-Hit. In Sepp Bierbichlers Film „Zwei Herren im Anzug“ waren sie spielend zu sehen und auch mit ihrer Musik zu hören.

Erst mit Kofelgschroa, zuletzt mit Micha Acher (The Notwist) & Verstärkung, jetzt wieder solo. Maxi Pongratz trägt seine Herkunft mit einem Schifferklavier durch Stadt und Land und geht den großen Fragen an den Kragen:

„I bin geboren und ko mi gar ned erinnern, dass mi irgendwer gefragt hat, ob I gern geboren werden dad“ – so ist das mit dem Leben. Wir werden hineingeworfen und müssen dann irgendwie damit klarkommen. Was für ein Glück für uns, dass bei Maxi Pongratz und seinem neuen Album immer wieder das Leichte und das Verspielte um die Ecke biegen und dem Schweren ein wenig Platz stehlen.

https://maxipongratz.com/
https://trikont.de/shop/artists/maxi-pongratz/maxi-pongratz-meine-aengste/
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/maxi-pongratz-album-landla-volksmusik-trikont-oberammergau-1.6316432?reduced=true
https://www.zeit.de/2024/03/maximilian-pongratz-akkordeon-volksmusik-david-bowie
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